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Digitale Medien in der Inklusion

Die letzten beiden Wochen standen unter dem Motto „Digitale Medien in der Inklusion“. Was sind Vorteile, gibt es Nachteile und wie sehen andere dieses Themenfeld?

Los ging es mit dem Educamp 2016 in Leipzig, bei dem es diverse sessions gab, wie z.B. „storytelling mit minecraft“ und „snapchat in der Bildung“. Das Thema Inklusion war bei fast allen sessions präsent.

Ich selbst habe eine session mit dem Titel „Digitale Medien in der Inklusion – Fluch oder Segen? Individuelles Lernen mit der Lernplattform MEINKLASSENZIMMER.DE“ gegeben.

Digitale Medien in der Inklusion können ein Segen sein, war ein Fazit aus der Diskussion. Die wichtigste Bedingung für diesen Segen ist ein Mehrwert. Ohne diesen Mehrwert sind digitale Medien ein schönes Schlagwort, mehr aber auch nicht.

Die Lernplattform MEIN-KLASSENZIMMER.DE in Kombination mit verschiedenen APPs ermöglicht es der Lehrperson gezielt und individuell auf einzelne Schüler einzugehen. Die Rolle der Lehrperson wird in einem solchen setting zur Rolle eines Moderators und gleichzeitig zu der eines Lernenden.

Ein weiteres Fazit war, dass es Schüler weiter bringt sich Lerninhalte anhand von Lernvideos im individuellen Tempo anzueignen, als dem Auslaufmodel des Lehrers als Alleinunterhalter und Allwissenden für 45 Minuten zu lauschen.

Spannende Diskussionen zum selben Thema gab es zudem gestern auf der Ganztagskonferenz der Hamburger Max-Brauer-Schule. Auch hier wurde schnell deutlich, dass es sinnvoll ist die Medien zu nutzen, die sowieso von Schülern verwendet werden.

Wenn digitale Medien sinnvoll und konstruktiv im Unterricht eingesetzt werden, lassen sich folgende Aussagen treffen:

  • Die Lehrperson hat mehr Zeit individuell auf die Schüler einzugehen
  • Die Schüler werden individuell gefordert und gefördert
  • Es ergibt sich eine zum Positiven veränderte Lehrerrolle
  • Die Schüler sind im Unterricht hoch motiviert