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Videos im Unterricht

Die Begriffe Eklär- bzw. Lernvideos sind in aller Munde und fast jeder weiß, was damit gemeint ist.
Und trotzdem besteht eine gewisse Skepsis gegenüber diesem Medium.
Eine gewisse Skepsis ist gut und angebracht, denn nicht überall eignen sich die Videos (z.B. wenn es darum geht miteinander zu kommunizieren).

Viele scheuen sich davor solche Videos selber zu erstellen. Das Argument, „Ich finde bestimmt schon fertige Videos, die ich nutzen kann.“, wird häufig gebracht. Doch sind diese Videos genauso gut wie ein selbst erstelltes und finde ich wirklich so schnell ein passendes Video für meine Zwecke?
Ich selber nutze Videos aus dem Netz. YouTube z.B. ist ein großes Sammelbecken solcher Videos. Doch die Suche nach einem geeigneten Video dauert manchmal länger, als selber ein Video zu erstellen.
Die Videos von „Bezahl-Portalen“ sehen erst einmal super aus, aber.…

In den letzten vier Jahren habe ich die Erfahrung gemacht, dass Schülerinnen und Schüler besser mit Videos lernen, wenn ich als Lehrer selbst darin vorkomme. Es besteht ein größerer persönlicher Bezug und Schülerinnen und Schüler merken sich die Inhalte besser.
Nicht jemand Fremdes erklärt ihnen die Unterrichtsinhalte, sondern ihr Lehrer, den sie persönlich kennen.
Doch wozu benötige ich überhaupt ein Video, wenn ich doch selbst darin vorkomme? Dann kann ich doch gleich alles persönlich im Klassenraum erklären und spare mir die Arbeit ein Video zu erstellen.
Doch durch ein selbst erstelltes Video haben alle Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit sich Teile des Videos so oft sie möchten anzuschauen, bis sie es verstanden haben.
Die selbst erstellten Videos sind jederzeit von überall abrufbar, ich selbst kann für die Schüler jedoch nur im Klassenraum da sein.
Außerdem haben Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, sich von zu Hause auf die Unterrichts-Inhalte vorzubereiten und in der Schule nur noch zu Lernen und Fragen zu stellen (Flipped Classroom).
An einer gebunden Ganztagsschule, an der es keine Hausaufgaben gibt, sind solche Videos von großem Vorteil. Schülerinnen und Schüler können z.B. in den „Freiarbeitszeiten“ an Ihren Aufgaben arbeiten, für die sie normalerweise die Lehrperson benötigen.

Wie ein solches Video erstellt werden kann und was für Unterschiede es gibt, erkläre ich in dem nachfolgendem Video.